Der Kugelwasserturm

Der Kugelwasserturm wurde 1922 erstellt. Er diente zur Notversorgung der Hochöfen bei Energieausfall. Der Wasserinhalt des Kugelbehälters betrug 1.200 m³. Diese Wassermenge reichte für etwa 30 Minuten. Innerhalb dieser Zeit mussten die Hochöfen abgestellt – “vom Wind genommen werden”, um insbesondere die Blasform der Hochöfen vor Schäden zu bewahren. 

Die Stützen des Kugelwasserturms trugen eine Gesamtlast von ca. 1.343 t (1.200 t aus der Wassermenge und ca. 143 t Eigengewicht).

Kugelwasserturm
Kugelwasserturm
Der Kugelwasserturm auf dem Gelände der Ilseder Hütte
Kugelwasserturm

Das Gebäude unter dem Turm diente der Betriebsleitung der Hochöfen als Büro. Arbeitstäglich kamen hier die Betriebsleiter aller Werksbereiche zusammen, um aktuelle Entscheidungen für das gesamte Hochofenwerk zu treffen. 

Von der Belegschaft wurde das Gebäude als “Cafe Kröpke” bezeichnet.

Anmerkung: Ein Besuch lohnt sich immer. Denn zum Beispiel auf dieser Informationstafel sind interessante Ansichten zu sehen, so wie wir sie heute vielleicht nicht unbedingt mehr kennen. Diese zeigen unter anderem: 

  • Die Fundamentgrube des Kugelwasserturms, 1921
  • Der Kugelwasserturm in Betrieb
  • Die Werksanlagen mit Vernebelungseinrichtung im 2. Weltkrieg
  • Die Hochofenanlage mit Kugelwasserturm
  • Der Kugelwasserturm heute: Wahrzeichen des Geländes
  • Die schematische Abbildung des Kugelwasserturms
Kugelwasserturm
Kugelwasserturm

Bezugsquelle: Informationstafel Gewerbepark Ilseder Hütte Industriepfad. Standort: Hochofenplateau.

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